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Erſtes Kapitel.
Der gute Vater.
Nen, nein! ſagte fuͤr ſich der alte Baron von Aſſen, der ein ſolches Geſetz erſann, war nicht Vater, oder verdiente wenigſtens dleſen ſuͤßen ehrenvollen Namen nicht!— und ſeine Augen hiengen mit inniger Liebe auf ſelner Tochter So⸗ phie, die an ihrem Klavler ruͤckwaͤts gelehnt ihrem guten Vater die eine Hand laͤchelnd hin⸗ reichte, indem die andere leiſe uͤber die Taſten flog und ſein Lieblingsſtuͤck ſpielte. Wle! ſo dachte der gute Alte weiter, mein Sohn Ludwig ſollte einſt im Ueberfluß ſchwelgen, indeß ſeine
Schweſter ewig entſagen und vielleſcht noch gar
am Ende darben muͤßte? Iſt es denn nicht
mein Blut, das in den Adern von beiden fließt?
Als mir die Natur den helligen Namen Vater zu
Thell werden ließ, legte ſie mir nicht ſtlllſchwei⸗ 6 gend die ernſte Pflicht auf, nach allen melnen Kraͤften an dem Gluͤck meiner Kinder in gleichem
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