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Freihart machte mir die Hölle ſo heiß, daß ich bald entſchloſſen war zu flüchten, und er war mir nach Kräften dazu behülflich. Einige Tage ſpäter befand ich mich bereits in Hamburg, wo ich mich zu jenem Bekannten begab, deſſen ich vorhin erwähnte, einem maitre tailleur und Collegen von mir, der mit allen Wäſſern gewa⸗ ſchen war.
Ich hatte Freihart deſſen Adreſſe gegeben und ihn erſucht, mir Nachricht zukommen zu laſſen, und ſchon nach einigen Tagen erhielten wir einen Zettel ohne Unterſchrift mit den Worten:
„Der Gehülfe iſt heute begraben worden. Man ſucht nach ſeinem Mörder. Säumt nicht zu lange.“
Kaum kann ich Ihnen ſagen, wie mich dieſe Nach⸗ richt zum zweiten Male niederſchmetterte. Stets noch hegte ich die Hoffnung, kein Mörder zu ſein, jetzt hatte ich die Gewißheit, daß ich es wäre! Indeſſen raffte ich mich dennoch zuſammen. Ich hatte einiges Vermögen, und mein Freund kaufte für den größten Theil deſſel⸗ ben Kleidungsſtücke, mit welchen ich ſofort nach meiner Ankunft in Santiago einen höchſt einträglichen Handel begann. Zugleich ſchrieb ich an Käthchen, meine Schweſter, welche bei einer Verwandten untergebracht war, und
fragte ſie, ob ſie mich begleiten wolle. Daß ſie es that,
wiſſen Sie, und nun bin ich zu Ende. Wir haben unſere
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