in den zerſtörten Ortſchaften da! Trotz der grauen⸗ haften Bewegungen, welche ihnen die Erde mittheilte, ſahen ſie nicht halb ſo furchtbar aus wie dieſer hier.“
gen und ſie ritten weiter, über den Erſchlagenen ſprechend und ſeine Mörder.
„Zorn, Furcht und Entſetzen lagen zugleich in ſeinen Zügen“, ſagte Kohlweg,„und ich kann den Wunſch nicht los werden, zu wiſſen, warum ſie ihn tödteten. War es ein längſt gehegter Haß, ein überlegter Plan, oder ein plötzlich entſtandener Streit, oder erſchlugen ſie den Unglücklichen, um ihn zu berauben?“
„Großer Gott“, ſagte jetzt Käthchen mit einem Tone, der Kohlweg auffiel,„welch gräßliches Gefühl muß es ſein, einen Menſchen ermordet zu haben, ein Mör⸗ der zu ſein!“
Kohlweg fühlte einen Stich im Herzen. Kannte ſie ihn? Der Ton, mit welchem ſie es geſagt hatte, war ihm ganz eigenthümlich vorgekommen. Aber das war ja kaum möglich, er hatte ſie nie geſehen und ihr ſeinen Namen nicht genannt. Er ſegnete jetzt dieſen Gedanken, den ihm früher die Vorſicht eingegeben, doch ſagte er:
„Würden Sie einen Mörder verachten, haſſen?“
Kohlweg war mittlerweile wieder zu Pferde geſtie⸗


