Teil eines Werkes 
1. Bd. (1870)
Entstehung
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Er fand ſeinen Brodherrn in einem Lehnſtuhl ſitzend, welcher ihm die Hand reichte, indem er zu lächeln verſuchte.

„Ich wußte, daß Sie kämen“ ſagte er mit ſchwacher Stimme,„wenn Sie das Licht ſehen würden, und es iſt mir lieb, daß Sie da ſind, denn ich will doch nicht wie ein alter Fuchs in meiner Höhle allein ſterben.“

„Iſt Ihnen etwas zugeſtoßen?“ verſetzte Jakob erſchrocken.

„Aufzuwarten“ ſagte Muſert,„und das zwar ſo ziemlich zu rechter Zeit. Ich mache es nämlich wie Ihre würdigen Aeltern und ſegne das Zeitliche, nachdem die zeitlichen Güter von mir gewichen ſind. Alias: Vielleicht noch ein halbes Jahr hätte mein Vermögen ausgereicht, und dann hätte es mir freige⸗ ſtanden, zu verhungern, zu betteln oder ein wenig Selbſtmörderei zu begehen. Der Tod hatte die Artig⸗ keit, bei mir anzuklopfen und mir das Verſprechen zu geben, mich vor allen dieſen Unannehmlichkeiten zu bewahren. Ich glaube, er hält raſch Wort.“

Er bedeutete hierauf Jakob, aus ſeinem Pulte eine grünſeidene Börſe zu nehmen, und händigte ihm die Hälfte ihres Inhalts ein, indem er ſagte, daß er mit ihm theilen wolle.

„Die andere Hälfte“, fuhr er fort,„reicht zu meinem