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Er beobachtete das häusliche Leben der Sperlinge, welche im Hausgärtchen Mauſert's eine zahlreiche Colonie angelegt hatten. Er kannte alle Katzen der Nach⸗ barſchaft und verfolgte die Fortſchritte eines unſicht⸗ baren Flötenſpielers, der beim Einzuge Jakob's ſeine erſten Studien begann, aber nach Verlauf eines Jahres ſich bereits über die ärgſte Unerträglichkeit hinausge⸗ arbeitet hatte, und ähnliche Erfahrungen machte er an einer jugendlichen Sängerin, deren wirklich hübſche Stimme nach und nach Schule bekam. Daß er die zahlreichen Kinder genau an ihren Stimmen zu unter⸗ ſcheiden wußte, ſowie die der bisweilen ſcheltenden Mütter, verſteht ſich von ſelbſt, merkwürdiger aber war es, daß er ſich über alle dieſe Dinge ſelten oder nie ärgerte, was ihm vielleicht begegnet wäre, wenn er ſich in der Lage befunden hätte, Romane oder chemiſche Abhandlungen zu ſchreiben.
Jakob Scherflein war eben ein Stillleben!
Nach Verlauf von etwa zwei auf dieſe Weiſe zugebrachten Jahren kam er eines Abends ziemlich ſpät von einem ſeiner Dienſtgänge nach Hauſe und bemerkte zu ſeinem Erſtaunen noch Licht bei ſeinem Principal. Er trat ſogleich bei demſelben ein, da ſich ihm eine unbeſtimmte Ahnung irgend eines Unheils aufdrängte.


