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Tage herrſcht. Gegen Abend freilich kommt eine Art von Wind von den Bergen, aber es iſt kaum mehr als ein Luftzug, der ſich elendiglich durch die Bäume ſtiehlt, als hätte er kein Recht, rechtſchaffen zu blaſen und zu pfeifen. Wo hört man eine Wetterfahne knarren, einen Ziegel auf die Straße fallen oder einen Schorn⸗ ſtein einſtürzen? Wo hört man einen Wagen fahren, Betrunkene ſich ſtreiten, wo Feuer ſchreien? Nicht ein⸗ mal ein jämmerlicher Kater läßt ſich hören, dahier, in dieſer verwünſchten, romantiſchen Einſamkeit, welche mir täglich unheimlicher wird, weil ſie ſo ganz und⸗ gar nichts Unheimliches an ſich hat.“ Der Jäger ſtimmte ihm bei und ſprach von den nächtlichen Reizen ſeiner ebenfalls einſamen Forſtwart⸗ wohnung im deutſchen Walde: wie die Windsbraut durch die altersgrauen Tannen gefahren ſei, brauſend, aſtbrechend und ihr wildes Sturmlied ſingend; wie ſich die Feuerſchlangen des Blitzes bekämpft droben am Himmel, in den ſchwarzen Wetterwolken, und Odin's Sohn, Thor, der Donnergott, Wald und Fels erſchüttert durch das Rollen ſeines mit Böcken beſpannten Wa⸗ gens; wie dann wieder, in andern Nächten, Hati der böſe Wolf und Managarm der Mondhund den Mond am Nachthimmel gejagt und verfolgt.
Kohlweg, der Jäger, ſchien nicht unbeleſen zu ſein,
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