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räthſeln. Der Behörde blieb nur die Prüfung des Codicills nach ſeiner Geſetzeskraft.
Schrader war nicht verhaftet. Er hatte Bürgſchaft erhal⸗ ten, ein Handgelöbniß geleiſtet. Aber nach ſeiner Anſicht von der individuellen Freiheit band ihn das nicht. Hier konnte er nach der Wendung, welche die allgemeinen Verhältniſſe in der letzten Zeit genommen hatten, auf keine Reſultate mehr hoffen, und er beſchloß, bis auf andere Tage nach Amerika zu gehen. Mit Vielem hatte er gebrochen— warum nicht auch mit dem Letzten! Ihn kümmerte es nicht mehr, was hinter ihm zurück⸗ blieb, ſelbſt die Verachtung und Schande nicht.
Er hatte, wie ein Burgherr, in dem Ahnenſaale zu Sie⸗ litz die Seinigen um ſich verſammelt. Demüthig ſaß ſein Weib, die verweinten Augen thränenſchwer am Boden hängend, neben ihrer Mutter, beide in Trauerkleidern; Roland mit verbiſſenem Zorne lehnte am offenen Fenſter, Anton Schrader ſtand, von der Erklärung, welche ſein Bruder gegeben hatte, ganz verdutzt vor ihm.
„Ihr habt meinen Willen gehört,“ ſagte der Redner, in⸗ dem er mit einer ſtolzen Kopfbewegung die Locken zurückwarf. „Ich habe für einen Jeden geſorgt, ſehet nun zu, daß Ihr Euch behauptet. Dich, Anne, kann ich nicht mit mir nehmen—“ ſie hob noch einmal die Hände flehend zu ihm auf, aber er fuhr kalt fort:„Du biſt nicht für eine fremde Erde geſchaffen, Dich hier loszureißen wäre Dein Tod. Ich werde das Meinige thun, Dich ganz frei zu geben— bei uns wird man keine Schwierigkeiten machen. Folge dann Deinem Schickſale und nimm, was es Dir bietet. Der Mann, der mir hier den Boden unter den Füßen geraubt hat, der nun an meiner Statt den


