Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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Salvator. 285

Zimmer verlaſſen, in welchem nun ein langes und bitteres Ge⸗ ſpräch, deſſen Reſultat die ganze Regung, welche Arnefeld hie⸗ her geführt, zu vergiften drohte. Als Laura nach Hauſe kam, fand ſie ihre Mutter von Krämpfen heimgeſucht, und es be⸗ durfte der vollen Kraft ihres ſelbſtſtändigen Geiſtes, um der neuen Prüfung, welche über ſie kam, nicht ganz zu erliegen der eignen Kraft wurde es zu ſchwer, ſie mußte ſich das ſeuf⸗ zend geſtehen.

Schrader trennte ſich von ſeinem Schwager in ſehr gereiz⸗ ter Laune. Ich gebe Dich auf, ſagte er.Auch ohne dieſe Dazwiſchenkunft, die uns noch einen leidlichen Abgang berei⸗ tete, hätteſt Du mit Schimpf und Schande abziehen müſſen, weil Du in Deiner Rohheit nicht hörſt!

Denkſt Du, antwortete Roland,weil Du auf'nem Gumminaſium geweſen biſt, daß ich mich von Dir commandi⸗ ren laſſe? Ich thue und rede, was ich will. Und wenn Du mir nichts giebſt, meinetwegen! ſo laſſe ich Holz ſchlagen, es iſt noch genug da die Laura werd' ich verſchmerzen, ich kenne hier ſchon ganz Andere, famos oder damos! wie jetzt jeder Schenkelmann in Berlin ſagt. Da brauch' ich nur zu winken.

Fahr' wohl! ſagte Schrader verächtlich und entfernte ſich von ihm.

Finſter blickte er vor ſich hin. Er hatte in letzter Zeit Un⸗ glück mit Allem, was er unternahm, keinen Stern, kein Glück mehr! Bedeutende Summen, die er ſeinen Agenten übergeben hatte, waren ihm veruntreut worden, die Aſſociationen, die er nach der reinſten Theorie hier und da geſtiftet, waren in der Praxis abſcheulich verunglückt und immer wieder an demſelben

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