Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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284 Salvator.

wird Zeit, daran zu denken, ich gebe Dir mein Wort, daß Ihr Alles, was ich beſitze, nach meinem Tode haben ſollt Biſt Du arrangirt? Brauchſt Du Geld? Sage es Deinem Vater offen!

Rudolf küßte ihn, lehnte jedoch das Anerbieten ab; Beide gingen dann zuſammen nach der Wohnung der Frau von Ar⸗ nefeld. Der Portier ſagte ihnen, daß das Fräulein ausgegan⸗ gen ſei, die gnädige Frau aber Beſuch von zwei fremden Her⸗ ren habe.

Das iſt Baron Moos! rief Rudolf.Die Mutter hat ſeine liebenswürdige Familie in Süddeutſchland kennen gelernt wir werden ſie im Sommer Alle beſuchen, haben es verſprechen müſſen, wenn es irgend möglich iſt! Es freut mich, daß auch Du dieſen Ehrenmann kennen lernſt.

Sie eilten die Treppe hinauf, Rudolf klopfte an die ihm wohlbekannte Thüre und öffnete ſie, ſeinem Vater den Vortritt laſſend. Frau von Arnefeld ſah unwillig auf, da ſtieß ſie einen Schrei der Ueberraſchung aus, neben ihr ſprangen zwei Män⸗ ner von ihren Stühlen, Arnefeld erkannte ſie nicht gleich, aber ſein Sohn auf den erſten Blick, es waren Schrader und Roland.

Aller Boden der conventionellen Haltung, der ſonſt auch zwiſchen Feinden beſteht, zerfiel hier in Trümmer wie eine ber⸗ ſtende Eisſcholle, und Rudolf war der Letzte, der ſich ängſtlich danach umgeſehen hätte. Schon ſtürzte er vor, irgend einer Unbeſonnenheit entgegen, da gab ihm die Gegenwart des Kell⸗ ners, der eben Taſſen abräumte, die Beſinnung zurück. Schra⸗ der benutzte ſchnell den Moment, um der drohenden Scene zuvorzukommen; zu der zitternden Dame gewandt, empfahl er ſich ſein Schwager folgte ſeinem Beiſpiele nicht ohne einen gewiſſen Trotz, und ſchon vor dem Kellner hatten ſie das