Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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14 Salvator.

widmen. Von Moosring ſprach er wieder, es mochte ſein Lieblingsaufenthalt ſein, aber nicht der gewöhnliche, denn er erzählte, daß der Vater ihm verſprochen, im Sommer oder Herbſt mit Allen hinzureiſen, und lud dazu nochmals auch Laura ein. Sie ſagte ihm lächelnd, mit dem gewöhnlichen Vorbehalt, zu.

Tante Rothkirch, Du weißt? Zur Weinleſe! rief er, zu der alten Dame gewandt, welche ſich eben zum Aufbruch an⸗ ſchickte.

Nimm Abſchied, Hugo. Deine Mutter wird beſorgt um Dich ſein, wenn Du ſo ſpät heimkehrſt, verſetzte ſie.

O die Tante will von der Weinleſe nichts wiſſen, weil dann meiner Schweſter Hochzeit iſt! lachte Hugo.Sie haben mir verſprochen, Laura, vergeſſen Sie nicht! Zur Hoch⸗ zeit tanze ich mit Ihnen. Nun, Tante, was thue ich denn? Meine Ponies laufen in einer halben Stunde nach Hauſe. Wollen Sie einmal mit mir fahren, Laura? Ich hole Sie morgen ab.

Dieſer beſtimmten Aufforderung mußte die verlangte Zu⸗ ſage ausweichen. Hugo lachte:Ein ander Mal! Altra volla! wie ſie in Italien zu den Bettlern ſagen aber mein Papa nicht, der giebt immer. Mit einem raſchen Handkuß em⸗ pfahl er ſich bei den beiden Damen, ſprang ſeiner Tante voran, zur Thüre, öffnete ſie und trat zur Seite, um dann, mit einem letzten freundlichen Winken gegen die Zurückbleibenden, zu fol⸗ gen. Als er nach ungefähr einer Stunde mit ſeinen flinken Ponies, den alten Lakaien hinter ſich, an der Gartenmauer vorüberfuhr und Laura nicht, wie er erwartet hatte, im Fenſter des Belvedere erblickte, ſchüttelte er ſeinen Lockenkopf.