Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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Salvator.

Ich weiß Alles, ſagte Arnefeld dlich,ich bin ihm be⸗ gegnet. Laß Dein Herz nicht beünruhigen, meine angebetete Lida. Unwiderruflich gehört Dir meine Liebe, wie ſie Dir ge⸗ hört hat ſeit dem erſten Tage, da wir uns kennen lernten. Bald wird ein Verhältniß gelöſt ſein, das ich jetzt nur wie ei⸗ nen böſen Traum meines Lebens betrachte, dann wirſt Du die Meine. Der Frau, welcher ich in einer Zeit, wo ich noch kein ſelbſtſtändiges Handeln kannte, verkauft wurde, bleibt genug, um in gewohnter Weiſe fortleben zu können, und auch auch ihren Kindern. Mir aber fällt morgen das unermeßliche Ver⸗ mögen meines Vaters zu, und das leg' ich Dir zu Füßen, Du Krone meines Lebens! Dir will ich ein Leben bereiten, daß alle Wundermärchen des Orients davor erbleichen ſollen!

Adolar! Ich fordere nur Eins: treue, unvergängliche Liebe! ſagte Adelheid, und es war nicht das falſche Spiel der Koketterie, das jetzt in ihren Augen dieſe tiefe, innige Gluth weckte, ſondern die wahre Empfindung des Moments, in wel⸗ cher ſie ſich allein vor den Stimmen zu retten wußte, welche durch die Worte des Mannes, der vor Kurzem von ihr gegan⸗ gen, in ihrer Bruſt geweckt worden waren. Die Mutter ſah jetzt alle Wünſche, mit denen ſie ihre kummervollen Tage noch quälender gemacht, in Erfüllung gehen, und der morgende Tag brachte die Sonne herauf.

Auf Morgen! Wie die ſchauerliche Sage des Alterthums zwiſchen Lipp' und Bechersrand doch ſtets von Neuem in das Leben hineindroht! Arnefeld kam ſpät nach Hauſe, in üppiger Vergeſſenheit. Eine Karte lag auf ſeinem Tiſche; ſein Sohn war hier geweſen. Vor dem plötzlichen Auftuhr, in wel⸗ chen ſein Inneres durch dieſe Gewißheit gerieth, überhörte er