Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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304 Salvator.

Ich kann mir wenigſtens denken, welchen Anlaß Ihr Be⸗ ſuch hatte, erwiederte Arnefeld.

Die Dame oben war die Frau meines Sohnes! ſagte der Oberſt.

Ich weiß es, antwortete Arnefeld, ſich kalt und höflich verbeugend.

Ihre Anweſenheit dagegen, Herr Baron, ſcheint eher einer Erklärung zu bedürfen

Nur da, wo Jemand ein Recht hat, Erklärung zu fordern!

Welche Abſichten können Sie haben, Herr Baron, in Ih⸗ ren Verhältniſſen

Herr von Haug! unterbrach ihn Arnefeld Bot

Sie ſind verheirathet, He von Arnefeld

Und wenn ich es noch bin, ſo dulde ich dennoch von Rie⸗ mand ein Kümmern um meine Angelegenheiten.

Wenn Sie es noch ſind? Sie denken auch an Schei⸗ dung?

Ich weiß ſehr wohl, daß eine gewiſſe Partei die Schei⸗ dung erſchwert zum Unglück der Welt, aber es ſei meine Sorge, was ich thun werde!

Hier iſt der Ort nicht, das Glück oder Unglück der Schei⸗ dungen zu beſprechen, jedenfalls beweiſen Sie etwas Anderes, gls Sie wollen, denn wenn Sie nicht geſchieden werden, ſo danken Sie in kurzer Friſt, wenn Sie zur Erkenntniß gekom⸗ men ſind, Gott dafür! Und Vielen, Vielen iſt es ſchon eben ſo gegangen, welche das Geſetz ſegnen, das ſie vor langer Reue bewahrt hat!

Ich habe die Ehre, mich Ihnen zu empfehlen, ſagte Ar⸗ nefeld kalt und wandte ſich nach der Treppe. Der Oberſt