Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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300 Salvator.

nachwüthende Gebell des kleinen ſchmutzigen Hundes zu achten, das Haus. Erſt an der Thüre fiel ihm ein, nach dem Manne zu fragen, um welchen er hergekommen war, der Alte aber, an den er die Frage richtete, ſchüttelte den Kopf:

Schrader? Kenn' ich gar nicht. Hier wohnt Keiner und iſt auch nicht in Schlafſtelle abgeſtiegen. Ich bin der Wirth.

Aufgeregt bis zur Veränderung ſeines ſonſt leichten Blutes, das nun in ſchweren Hammerſchlägen pulſirte, kam Rudolf zu⸗ rück in ſein Hotel, fragte nur, ob ſich Jemand nach ihm erkun⸗ digt habe, und ging dann, alle Diplomatie vergeſſend, zu einem brüsken Angriff über. Der Vater, deſſen Wohnung er kannte, war aber nicht zu Hauſe: ein Glück für Beide in dieſem Mo⸗ ment. Vielleicht konnte er ihn finden, wo ſeine reiche Erbſchaft

lag Rudolf begab ſich nach der Wohnung ſeines verſtorbe⸗

nen Großvaters. Der Diener öffnete ihm die Thüre, wußte aber keinen rechten Beſcheid zu geben, ſondern bat ihn, einen Au⸗ genblick zu verziehen, und rief Frau Schramm herbei. Wenig fehlte, ſo wäre die Alte, deren Seelenkraft ſehr gelitten zu ha⸗ ben ſchien, dem ſchönen Sohne ihres Milchkindes, trotz dem ſie ſich gemißhandelt wußte, um den Hals gefallen.

Sind Sie's? Sind Sie's? rief ſie ſchluchzend.O kom⸗ men Sie herein ich kann Ihnen freilich nur mein kleines Stübchen anbieten, aber morgen wird entſiegelt, morgen ge⸗ hört Alles Ihrem Papa ach! und der weiß ja nicht der behandelt mich für all' meine Liebe

Schlecht nicht wahr? Ich glaube es gern. Sie ſind Frau Schramm, nicht wahr? Wir haben uns lange nicht ge⸗ ſehen, es wundert mich, daß Sie mich wieder gekannt haben.