Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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Salvator.

Geſicht ab und blickte dem jungen Manne erſt, wenn er vor⸗ über war, mit der ſchärfſten Aufmerkſamkeit nach. Die Dame beſchäftigte ſich viel damit, dies Benehmen zu durchſchauen.

Wie ſehr aber auch Schrader ſich gehütet hatte, ſein Ant⸗ litz dem ſchlanken Herrn im Attila zu zeigen, entgangen war es ihm doch nicht. In Berlin, wo man ſich mit gewohnter Haſt trennte, ſo eilfertig, wie nur ein geſtörtes Reſt junger Spin⸗ nen aus einander läuft, ſchlug der junge Officier, welcher durch des Königs Rock der Controle genügte, einem der aufgeſtell⸗ ten Schutzmänner leicht auf die Schulter und ſagte:Guter Freund, vigiliren Sie auf den Langhaarigen, der gleich kom⸗ men wird! Ich bin der Lieutenant von Arnefeld, Hotel des Princes.

Die Anrede:Guter Freund! ſchien den Schutzmann et⸗ was zu verdrießen, doch legte er nur ſtumm die Hand an den Helm und ließ den Officier vorüber, um den Bezeichneten mit vorgefaßtem Verdachte anzuhalten. Er fand aber keinen Grund dazu, die Legitimation war ganz in der Ordnung.

Schrader wanderte zu Fuß in die Stadt hinein, es war Hochmittag. An einem Scheidepunkte zweier Straßen ſtand er einen Augenblick unſchlüſſig ſtill, dann aber ſchlug er ſchnell eine Richtung ein, welche ihn in einſamere Gegenden führte, und endlich in das freie Feld, das noch zum größten Theile un⸗ angebaut, wenn auch von abgeſteckten Straßen durchſchnitten, innerhalb der Ringmauern liegt Raſch verfolgte er ſeinen Weg und ſchenkte nur einen halben Blick dem herrlichen Bau zu ſei⸗ ner Rechten, Bethanien genannt, eine Kranke ſuchte er wohl auf, aber dorthin hätte er ſie nimmer bringen dürfen. Endlich hatte er das niedrige Haus erreicht, und ſein blaſſes Antlitz

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