Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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Salvator. 291

dieſe Lida die Frau meines Sohnes iſt, und verläugnet ſie das, ſie geſchieht es in einer Abſicht, die ich enträthſeln werde denn nun komme ich nach Berlin. Vielleicht bin ich ſchon früher dort als Sie! Setzen Sie ſich noch. Ich laſſe Sie nicht fort wir müſſen uns beſprechen! Die Angſt eines Vaters be⸗ greifen Sie, der vielleicht von dem Tode ſeines einzigen Soh⸗ nes hören wird.

10.

Nach der Hauptſtadt alſo! Schrader war ſeit längerer Zeit nicht dort geweſen und wurde, je näher er kam, deſto ſtiller gegen ſeine Reiſegeſellſchaft, welche er im Anfange gut unter⸗ halten hatte. Auf der Station, wo man die Ankunft eines Zuges von der ſich hier anſchließenden Eiſenbahn erwarten mußte, waren viel Reiſende hinzugekommen, und es ſchien faſt, als ob die Beredtſamkeit des Adjuncts ſeit jener Zeit verſtummt wäre. Bekannte hatte er nicht gefunden, aber eine Dame, welche ſich für den ſchönen, intereſſanten Mann beſonders eingenom⸗ men zeigte, wollte bemerkt haben, daß er auf den Anhalte⸗ punkten immer mit ſeinen Blicken einen jungen Herrn verfolgte. der jedesmal ausſtieg und auf dem Perron längs der Wagen⸗ reihe ſpazierend eine genaue Damenſchau hielt, wenn er ſich aber dem großen Salon dritter Klaſſe nahte, in welchem der Gegenſtand ihres Intereſſes ſaß, kehrte dieſer gefliſſentlich ſein 19*