Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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Salvator. 15

Von der Gutsherrſchaft, zu deren Grundbeſitz auch die kleine Schifferhütte am See gehörte, kam jetzt ein Bedienter vor das Fenſter der Stube, wo die Familie eben zuſammen war, und klopfte an die Scheibe. Es war derſelbe, welcher geſtern den Kahn zur Ueberfahrt beſtellt hatte! Karl ging hinaus, nach ſeinem Begehren zu ftagen, die Schweſter lauſchte am Fenſter und ſtieß auf einmal einen unwilligen Laut aus.

Der Junge iſt wohl nicht geſcheut! rief ſie. Durch den gleich darauf Eintretenden wurde ſie der Erklärung ihres Aus⸗ rufs überhoben, er kam etwas roth im Geſicht und erzählte, daß ihm Geld für ſein geſtrigesWaſſerkunſtſtück angeboten worden ſei, er habe es aber nicht genommen!

Nicht genommen! rief die Großmutter erſtaunt.Und warum, wenn ich mich unterſtehen darf, zu fragen? Biſt Du ſo reich oder habt Ihr Alle hier ſo viel Geld, daß Du ſolche Dummheiten machen kannſt? Ja, fahre nicht aus der Haut! Eine Dummheit und noch mehr, eine Unſchicklichkeit iſt es, wenn Deinesgleichen einer Herrſchaft, die einen Dienſt beloh⸗ nen will, das ausſchlägt.

Ich habe meinen Lohn geſtern ſchon weg! ſagte der junge Menſch trotzig.

So! Nun wenn Dir noch mehr geſchenkt werden ſoll, ſo biſt Du nicht berechtigt, das abzulehnen. Dir iſt nicht zu helfen, ſeh' ich ſchon Euch Allen nicht! Ihr verdient nicht, auf einen grünen Zweig zu kommen, Ihr wollt es auch nicht beſſer haben, Ihr befindet Euch ja ganz wohl bei Eurer Bet⸗ telwirthſchaft es wäre fortgeworfen, rein in's Waſſer ge⸗ worfen, wenn es einem ſchwachſinnigen Menſchen etwa einfiele, Euch mit einem Male, wie vom blauen Himmel herunter,