Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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Salvator.

auch konnte er nicht loskommen von dem Gedanken an den Kuß, zu dem er hingeriſſen worden war, er wußte ſelbſt nicht wie aber er ſchämte ſich deſſen jetzt, Hoffnungen, wie hätte er ſie datan knüpfen können, und wenn auch eine gewiſſe Traurigkeit durch ſeine Seele ging, ſo war er weit entfernt, ſich unglücklich zu fühlen. Eine praktiſche Natur, wie die ſei⸗ nige, entfremdet ſich nicht leicht ihrem Boden durch Sprünge in das Ideale.

Die Großmutter kam nicht, er ging alſo nach dem Hauſe, zu fragen, wie es mit ihr ſtehe. Sie ſaß noch vor der kleinen Kaffeemaſchine, welche ſie mit allem Zubehör mitgebracht, und trank. Ganz allein! Sie war nicht mit leeren Händen in die Hütte der Armuth getreten, ſondern hatte ſich den Willkommen durch ein verhältnißmäßig reiches Geſchenk erkauft. Aber von ihrem Kaffee, den hier Niemand gewürdigt hätte, gab ſie nichts ab.

Wo denkſt Du hin, Karl? entgegnete ſie auf die Frage des Enkels. Viel zu früh für ein anſtändiges Haus.

Sie werden doch nicht mehr ſchlafen! ſagte der Schiffer.

Ich habe ſie ſchon viel früher drüben im Garten ſpazieren ſehen, wenn ich nach den Reuſen fuhr die Alte nicht, aber

Wenn ſie auch nicht mehr ſchlafen, ſo iſt es doch zu früh für unſer Einen, ſich anmelden zu laſſen, erwiederte die Groß⸗ mutter.Ich könnte es noch am erſten, denn ich bin des Herrn Amme geweſen, aber grade deshalb will ich mich nicht unſchicklich benehmen. Karl ſchüttelte den Kopf, ſeine Schwe⸗ ſter, welche in der Ecke der Stube Gemüſe wuſch, blickte die

Großmutter neugierig an, was ſie mit ihren Reden meine, die Wittwe nähte an ihrer Arbeit gleichgültig weiter.