Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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Salvator. 5

Dame, die ſich bewußtlos an ſeinen Leib geklammert hatte, mit empor. Angſthaft ſuchte und tauchte er in den Wellen rings umher, wie ſchrie er jubelnd auf, als er eine lange, ſchwarze Lockenwelle emporgetragen ſah! Er faßte danach, zog die ſchöne lebloſe Form, deren Haupt jene Locken zierten, an ſich, drückte ſie mit dem linken freien Arme an ſeine Bruſt und ſchwamm rieſenſtark der grünumlaubten Bucht des Ufers zu, wo er landete. Beide waren gerettet.

Kerl! ſchrie aber im nächſten Momente eine zornige Stimme von der Terraſſe, welche ſich über der Bucht erhob, und ein großer, ſtarker Mann ſtürzte von dort eilig hinzu. Der Schiffer hatte das ohnmächtige Mädchen ſanft auf den Raſen gelegt, und war, nachdem er ihre Mutter ſchonend von ſich abgelöſt, die ſchon Zeichen des Lebens gab, ängſtlich neben Laura niedergekniet, er hatte ſie geküßt wahrhaftig!

Gnädiger Herr, ſie ſind am Leben! ſagte er aufſtehend, indem er nicht ohne einen gewiſſen Trotz ſeine langen, naſſen Haare zurückwarf; die Mütze trieb, mit Kahn und Ruder vereint, auf dem See.

Weiß Er, wen Er gefahren hat? rief der erbitterte Herr.

Das weiß ich! antwortete der Schiffer.Dort kommen ja ſchon Ihre Leute. Mit einem ungeſchickten Kratzfuß, wie ihn gemeine Leute machen, wandte er ſich um, ſprang mit einem Anlauf in den See, daß die Wellen hoch über ihm zu⸗ ſammenſpritzten ein Angſtſchrei vom Ufer klang ihm nach und ging mit ihm unter. Doch konnte ſich beruhigen, wer auch um ihn bangte; denn er tauchte ſchnell wieder empor und ſchwamm wie ein Fiſch der Stelle zu, wo er ſeinen Kahn trei⸗ ben ſah. Den faßte er, kehrte ihn um, ſchwenkte das Waſſer