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„Gehen Sie frohen Muthes!“ ſagte er„Ihr Wunſch wird erfüllt. Sie haben die mächtigſte Fürſprache in Vir⸗ ginia's Herzen. Daß jenes kirchliche Hinderniß Ihrer Ver⸗ bindung beſeitigt wird, ſei meine Sorge. Ich verbürge mich für den Dispens und zwar vom Papſte ſelbſt.“
„Wie ſoll ich Ihnen danken!“ rief Alexander.
„Dadurch, daß Sie meiner Schweſter ein reines Glück bereiten“, ſagte Camillo warm.„Die Arme hat es in ihrem Leben noch nie gekannt!“
„Ich ſchwöre es Ihnen!“ rief Alexander aus vollem Herzen.
„Und laſſen Sie die Vergangenheit begraben ſein!“ fuhr Angri fort.„Wenn Virginia Ihnen davon reden will, geben Sie es nicht zu, Sie erzeigen ihr dadurch eine Wohlthat.“ Schnell von dieſem Gegenſtande abſprin⸗ gend, fragte er dann:„Wiſſen Sie von unſerem neuen
Laokoon?“ Alexander ſah ihn verwundert an.„Ich meine
unſern gemeinſchaftlichen Widerſacher“, fuhr er fort, „meinen Vetter Emilio. Ich nenne ihn Laokoon, weil ſein zerrütteter Geiſt ſich mit der ſchauerlichen Idee quält, von Schlangen umringelt zu ſein, mit denen er fort⸗ während kämpfen muß. Ich ſelbſt mag den Grund dazu gegeben haben, weil ich ihn einſt einen Schlangengaukler nannte, worauf er immer wieder, da er ſich wohl getroffen fühlte, in Gedanken zurückkam. Die Todesangſt ſeiner


