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feigen Seele, als er ſich von den wüthenden Volksrotten aus dem Wagen geriſſen und ſein Leben bedroht ſah, hat ihn in ein Nervenfieber geſtürzt, das in wilden Phanta⸗ ſien zu einer bleibenden Verſtörung ſeines Geiſtes ge⸗ führt hat. Er iſt für unheilbar erklärt und dem Irren⸗ hauſe übergeben worden. Wir müſſen beide die Genug⸗ thuung, die er uns ſchuldig geblieben iſt, in dieſer Schickung ſehen.“
„Ich vergebe ihm von Herzen!“ ſagte Alexander, und Camillo kehrte zu ſeiner Schweſter zurück, mit welcher er ſo viel zu beſprechen und zu ordnen hatte.
Zwei Tage vergingen dem Liebenden in Furcht und Hoffnung; er zagte, daß er, dem Ziel ſeiner Wünſche ſo nahe gekommen, wieder hinaus in die öde Waſſer⸗ wüſte verſchlagen werden könne. Am dritten Abende erhielt er jedoch von Virginia einen Brief, der ihn aller bangen Zweifel enthob und beſeligt zu ihr führte, um die Beſtätigung ſeines Glückes aus ihrem Munde zu hören.
Sie trat ihm entgegen, mit ihrem Kinde an der Hand, das ſich ſogleich von ihr losmachte und ihm freudig entgegeneilte. Er hob es an ſeine Bruſt und nahte der Mutter.„Meine Virginia!“ rief er mit ſtrah⸗ lenden Augen. Sie war in tiefſter Bewegung, als ſie das Kind an ſeinem Herzen ſah, heiße Thränen perlten von ihren Wimpern; ſie reichte ihm die Hand, und
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