Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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ſein Herzblut für ſie vergießen würde, wenn er ihr das Glück damit erkaufen könnte? Wäre es ihr denn unmög⸗ lich, ihr Glück dieſem Freunde zu vertrauen?

Sie war von ſeinen leidenſchaftlichen Worten er⸗ ſchüttert, die künſtlich errungene Faſſung, mit welcher ſie ihm ihren Entſchluß hatte verkündigen wollen, war wie⸗ der verloren; ſie konnte nichts thun, als ihre Hand beſchwörend gegen ihn aufheben und aus feuchten Augen ihm einen Blick ſchenken, der ihm danken ſollte für ſeine Liebe, zugleich aber auch bitten, ſie zu ſchonen. Dieſer Blick jedoch riß ihn völlig hin.

Virginia, weißt Du nicht, daß ich Dich liebe? rief er.Daß ich Dich geliebt habe vom erſten Augen⸗ blicke an, ſeit ich Dich geſehen? Und kannſt Du mich verſtoßen wollen in dem Moment, wo nichts mehr zwi⸗ ſchen uns ſteht?

Vergeſſen Sie Alles? fragte ſie, mit Anſtrengung ihre Kraft aufbietend.

Die Kirche kann binden und löſen, ſie wird ihre Einwilligung nicht verſagen!

Und was ſonſt zwiſchen uns ſteht? rief ſie, ſchaudernd

in der plötzlichen Erinnerung eines fernen blutigen Endes.

Er verſtand ſie nicht; ehe er jedoch antworten konnte, klopfte es ſtark an die Thür, und ohne die Erlaubniß abzuwarten, trat Camillo herein. Er hatte ſchon gehört,

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