Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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vor; er ſah den düſtern Kreuzgang, ſah eine zarte ver⸗ hüllte Geſtalt in Nonnenkleidern dort. Hätte er geahnt, daß ſich dies Bild ſeiner Verwirklichung nahte! Aber er . wies es ſtets von ſich, wenn es vor ihm aufdämmerte und ihm das Heiz ſchwer machte; er hielt das Vertrauen und die Hoffnung feſt und richtete ſein Auge über die öde Gegenwart hinweg in eine ſchimmernde Ferne voll

Glück und Seligkeit. Da ſtellte ſich der erſte Bote der Verheißung bei ihm ein. Mas' Antonio verkündigte ihm, daß Virginia in der Villa Angri eingetroffen ſei. Längſt erhofft, raubte die Nachricht doch Alexander alle Faſſung, ſodaß er einen Moment ſprachlos ſtand und ſich vor dem Diener ſchämen mußte. Dann beſchenkte er ihn reich und verlor nun keine Zeit, damit die Geliebte ihm nicht wieder wie ein ſchöner Traum entſchwinde. Mas' An⸗ tonio war früher als er in der Villa, aber er hütete ſich, der Gräfin zu ſagen, daß er den Deutſchen benach⸗ richtigt habe; er begnügte ſich damit, ihr den nahen Be⸗ ſuch ihres Bruders anzukündigen. Sie hatte ſchon nach deſſen Wohnung ein Billet ſchicken wollen, um ihn für den Fall ſeiner Rückkehr zu ſich einzuladen; nun fühlte ſie eine ſanfte Beruhigung, daß er hier ſei und daß ſie ihn noch ſprechen werde; die Kunde vom Tode des Va⸗ ters hatte er wohl ſchon, ſie wollte Abſchied von ihm