Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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verſäumte, den letzten Segen ſeines Vaters zu empfan⸗ gen und ihm liebend die Augen zuzudrücken, ſo durfte der Mann, der ſeinem Ziele jedes Opfer zu bringen be⸗ reit war, ſelbſt das eigene Bewußtſein der ſogenannten Ehrenhaftigkeit des Handelns, nicht um perſönliche Be⸗ ziehungen klagen. Hätte er erreicht, was er anſtrebte, ſo würde er auch nicht geklagt haben, aber ſeine Bemühun⸗ gen waren wiederum an den alten Klippen welche faſt noch ſtarrer als ſonſt hervortraten, geſcheitert; es war ihm nicht einmal gelungen, den Plan für ein gemein⸗ ſames Handeln bei der veränderten Lage der Dinge und der Wiederaufrichtung des Alten in Italien feſtzuſtellen. Alles blieb vereinzelt, zerfahren wie bisher, und Camillo wurde in der Verſtimmung, mit welcher er nach Neapel zurückkehrte, durch die Nachricht vom Tode ſeines Vaters ſchmerzlich getroffen. 5

Wer war bei ihm, Tommaſo, in ſeiner letzten Stunde? rief er.

Die hochwürdige Domina und Ew. Durchlaucht Schweſter, antwortete Mas' Antonio, wohl wiſſend, welchen Eindruck ſeine letzten Worte machen mußten.

Virginia! rief Fürſt Camillo betroffen.Sie iſt zurückgekommen! Weißt Du mehr? Geſtehe es!

Ich habe ſie geholt, erwiderte Tommaſo.Hier iſt nichts mehr zu verleugnen nöthig. Als ich meinen