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Herrn, der mir ſo viele Wohlthaten erzeigt hatte, zum Tode krank ſah und hörte, daß er nicht ſterben könne, weil ihm das Herz nach der Tochter ſchrie, da holte ich ſie. Mir war's verunglückt, als ich den König, der mir zweimal das Leben geſchenkt, retten wollte, meinem al⸗ ten Hauptmann zum Trotz, obgleich er mich mitgenom⸗ men hatte als Helfershelfer; nun wollte ich wenigſtens an meinem Wohlthäter, ſolange er noch lebte, ein gu⸗ tes Werk thun. Sollte ich nicht wiſſen, wo die Princi⸗ peſſa war, da meine Maddalena in ihren Dienſten ſtand und ſich oft genug von mir heimlich ab⸗ und zurudern ließ, um ihr Nachrichten zu bringen?“
„Aber Du haſt es immer dreiſt abgeleugnet, Dich ſogar verſchworen!“ rief der Fürſt.
Mas Antonio machte eine achſelzuckende Bewegung, die wenig Sorge über ſein Unrecht verrieth.
„Iſt meine Schweſter noch in der Caſa dell' Orme?“
„Nein, ſie iſt hier, das heißt, in der Villa. Sie beſtellt ihr Haus, Durchlaucht, denn ſie wird nun ins Kloſter gehen.“
„Unmöglich!“ rief Camillo lebhaft. Doch faßte er
ſich, blickte den Diener eine Weile unſchlüſſig an und fragte dann, wer ihm von dieſem Entſchluß Kenntniß gegeben habe Mas' Antonio nannte ihm ſeine Nichte Maddalena.


