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Hoffnungen daran für die nochmalige Geneſung des Für⸗ ſten. Dieſe Hoffnungen erfüllten ſich jedoch nicht. Der Fürſt lebte noch acht Tage, und der Arzt hatte geſtattet, daß ſeine Tochter ſtets in ſeiner Nähe bleibe, weil dieſe, ſtatt ihm durch Gemüthsaufregung zu ſchaden, vielmehr beruhigend auf ihn wirkte; viel ſprach er nicht mehr, aber ſein müdes Auge, wenn es auf Virginia ruhte, ver⸗ rieth den innern Frieden, den er gefunden hatte. Am achten Tage verſchied er ſanft, ohne daß der Uebergang vom Schlummer zum Tode ſich durch einen Kampf be⸗ merklich machte. Nach Camillo hatte er nicht ein einziges Mal gefragt. Wo war der Sohn, der nun alle Titel und Beſitzungen erbte? Wo weilte er, daß ihn gar keine Kunde von dem nahen Ableben ſeines Vaters ereilt hatte? Mas Antonio, welcher nach ſeiner Rückkehr von einer für ihn traurig verfehlten Unternehmung ſofort wieder abgeritten war, um in entgegengeſetzter Richtung dem ſterbenden Herrn ſeine Tochter, welche er wohl zu finden wußte, herbeizuſchaffen, hätte auch verrathen kön⸗ nen, wohin Prinz Camillo ſich gewendet hatte, aber ihn
aufzufinden wäre nicht ſo leicht geweſen. Camillo war
auf einer Reiſe durch die Provinzen begriffen, um für die Verbindung, von welcher er das künftige Heil Ita⸗ liens hoffte, möglicherweiſe die ihr noch immer fehlende Einheit in der Leitung anzubahnen, und wenn er darüber


