Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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cona in einen Vertheidigungszuſtand ſetzen, daß ſie ſich wohl beſinnen werden,dieſelben anzugreifen. Doch das

ſind militäriſche Angelegenheiten, denen Sie niemals In⸗

tereſſe geſchenkt haben, Angri. Ich weiß, es iſt Ihre

Schuld nicht, daß die Natur Sie für eine andere Lauf⸗

bahn beſtimmt hat, als die der Waffen! Ich bedarf treuer

Diener in jedem Zweige meiner Staatsregierung. Daß

ich Sie jetzt aus Wien zurückberufen habe, geſchah aber

noch aus andern Gründen, aus Rückſichten für Sie ſelbſt. Dort, fürchte ich, wird man bald nur dann mein Recht achten, wenn ich es mit hunderttauſend Bajonetten gel- tend machen kann. Hier aber haben ſich in Ihrer Fa⸗ milie wunderliche Dinge zugetragen, welche Ihnen die Rückkehr gewiß wünſchenswerth erſcheinen ließen.

Ich danke Ew. Majeſtät für dieſen neuen Beweis Ihrer Gnade, erwiderte Camillo, ſich tief verneigend, aber geſchehene Dinge laſſen ſich nicht ändern, und es iſt am beſten, ſie der Vergeſſenheit zu übergeben. Haben Sie Nachforſchungen angeſtellt? Ihren Schwager geſprochen? fragte der König.

Ich habe es für meine Pflicht gehalten, bei mei⸗ ner Ankunft in Neapel nicht Privatangelegenheiten den Vorrang zu geben, ſondern mich zuerſt bei Ew. Ma⸗ jeſtät zu melden.

Sie ſind der Mann der ſtrengen Grundſätze! rief