Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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Franken für den Thron von Neapel angenommen zu haben. Frankreich rüſtete bereits, und es konnte in keiner andern Abſicht geſchehen, als den legitimen König beider Si⸗ cilien gegen den Emporkömmling zu unterſtützen, welchen all die übrigen wieder eingeſetzten Fürſten Italiens nur mit Argwohn und ſteigendem Widerwillen in ihrer Reihe duldeten. Er war ein zu gefährlicher Nachbar, weil er mächtig, ehrgeizig, kriegsluſtig und ein Sohn der Revo⸗ lution war, die er wieder zu ſeinen Zwecken heraufbe⸗ ſchwören konnte. Fürſt Metternich hatte ſchon ein Ab⸗ kommen angedeutet, welches mit ihm zu treffen wäre; es war mehr als früher die Rede davon, daß er die Marken, welche ihm zugeſichert waren, wieder an den Papſt abtreten ſolle, und ſeine Geſandten wurden nicht gut aufgenommen, während die des Königs Ferdinand bei allen Sitzungen freien Zutritt hatten.

Der König war in heftiger Aufregung, als er aus dem Munde eines ſeiner zuverläſſigſten Diener, welchen er zu dieſem Zwecke von Wien zurückberufen, den ein⸗ gehenden Bericht über Alles vernahm, was derſelbe zu Wien wahrgenommen hatte. Er ging mit ſtarken Schrit⸗ ten im Saale umher und rief:Sie ſollen ſich täuſchen, wenn ſie glauben, mit mir wie mit einem läſtigen Bettler umſpringen zu dürfen. Ich bitte nicht, ich fordere! Sie fürchten ſich vor mir, darum möchten ſie mich zu einem