Teil eines Werkes 
2. Bd. (1865)
Entstehung
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Sei nicht ungerecht! Ich ſuchte einem Zerwürfniß vorzubeugen, welches nur zum Unglück für beide Theile ausfallen konnte, und meine Ueberzeugung ſteht heute für die Gegenwart und Zukunft noch auf demſelben Stand⸗ punkte.

An ein Zerwürfniß dachte meine Seele nicht, ver⸗ ſetzte der König.War ich nicht in Paris, um ihm Glück zur Geburt des Königs von Rom zu wünſchen, und weißt Du nicht am beſten, daß meine Abreiſe vor der Taufe nicht den politiſchen Grund gehabt hat, den ihm Deine Anhänger beilegten?

Meine Anhänger? Jvachim! ſagte Karoline vor⸗ wurfsvoll, aber ſanft.Sind meine Anhänger nicht immer die Deinigen, hier wie in Paris?

Ha! rief er lachend.Der Beweis hat ſich er⸗ geben, als ſich gleich nach meiner Rückkehr zwei feind⸗ liche Heerlager um mich und um Dich ſchaarten, weil ich den franzöſiſchen Truppen in Neapel Marſchordre gab, mein Land zu verlaſſen, das ihrer nicht mehr be⸗ durfte. Dem Kaiſer war dieſer Befehl eines ſelbſtſtän⸗ digen Souveräns eine unerhörte Anmaßung, da er meine wiederholten Bitten, ſeine Armee zurückzuziehen, bisher ſtets abſchläglich beſchieden hatte; er ſah darin den erſten Schritt zur völligen Emancipation, die offene Abſicht, ſein Joch abzuſchütteln.