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daß ich an Dir die beſte Rathgeberin, die klügſte Frau habe, und Du ſorgſt auch dafür, daß ich nie vergeſſe, wer Dein Bruder iſt. Willſt Du mich alſo ruhig anhören?“
„Gewiß, mein theurer Freund, wenn auch Du ruhig bleibſt und Dich nicht von Deiner Hitze und Hef⸗ tigkeit hinreißen läßt.“
„Ich habe raſches Blut, ja, ich kann nicht Alles billigen oder mich zahm unterwerfen, wenn mir etwas zugemuthet wird, das meiner Würde nicht entſpricht. Hätte ſich das Verhältniß zwiſchen mir und dem Kaiſer ſchon vor drei Jahren geklärt, ſo würden wir nicht in dieſe peinliche Lage gekommen ſein. Wenn der Kaiſer die Fürſten ſeines Rheinbundes, ſelbſt deſſen Könige, die er ja erſt dazu erhoben hat, zum unbedingten Ge⸗ horſam verpflichtet, ſo iſt er in ſeinem Recht, denn er iſt ihr Protector, ihr Lehnsherr, nur mit einem andern Namen; aber es iſt doch etwas Anderes mit dem Könige eines großen Reichs, wie ich bin. Wohl bin ich Fran⸗ zoſe und durch Deine Hand Prinz des kaiſerlichen Hauſes, aber ich habe auch Pflichten gegen mein Volk und kann nicht dulden, daß Neapels Selbſtſtändigkeit, die es unter ſo vielen Dynaſtien behauptet hat, durch mich verloren gehe. Darum ſchuf ich dem Reiche eine Kriegsmacht als erſte That für ſeine Unabhängigkeit. Du warſt damals gegen mich, Du nahmſt entſchieden Partei für Deinen Bruder.“
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