hielt, über die Sachlage, von welcher er augenblicklich nicht ganz informirt ſei, ſobald als thunlich Nachricht zu geben; er werde natürlich Alles thun, was in ſeinen Kräften ſtehe; um das Intereſſe, welches die Frau Gräfin an dem Schickſale ihres Dieners nehme, mit ſeiner Pflicht zu verſöhnen. Danach war Virginia überzeugt, daß ihre Verwendung Mas' Antonio gerettet habe, und ſprach das ſo zuverſichtlich gegen Maddalena aus, daß die erneute Warnung des Prete vor übereilten Hoffnungen nicht mehr fruchtete.
Tage des Stilllebens, wie ſie Virginia's Herz nie genoſſen zu haben wähnte! Sie hatte keinen Wunſch mehr, als daß ſie ewig währen möchten! Nichts von der Welt ſehen oder hören, nicht an die Vergangenheit oder an die Zukunft denken, ſondern nur dem ſüßen Frieden der Gegenwart leben, glücklich im Genuſſe der
paradieſiſchen Natur, welche ſie in wohlthuender Abge⸗
ſchloſſenheit umgab, glücklich, das Kind, dem ihr gan⸗ zes Herz gehörte, um ſich zu haben und mit ihm zu ſpielen, als ſei ſie ſelbſt wieder ein harmloſes, fröhliches Kind— da traf ein Diener ihres Hauſes aus Neapel ein; der König war angekommen und mit ihm Virginia's Gemahl. Sie ſaß gerade auf der Veranda und blickte lächelnd auf das Kind hernieder, das auf den Stufen der Freitreppe mit Maddalena ſich neckte.„Da kommt


