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Die Procidanerin kämpfte mit ſich ſelbſt.„Er hat es mir bei meinem Leben verboten“, erwiderte ſie endlich.
„Wie? Mir etwas zu ſagen, hat er Dir verboten? Ausdrücklich mir?“
„Madonna— ja!“ gab das Mädchen zögernd zur Antwort.
Die Gräfin ſchwieg.„Zürnt ihm deshalb nicht!“ bat Maddalena.„Der Arme hat ſo viel Unglück in ſei⸗ nem Leben gehabt, ſchon als er noch in jungen Jahren auf unſerer Inſel in San⸗Cataldo lebte— die Mutter hat mir davon erzählt—“
„Sei ruhig, mein Kind, ich zürne ihm nicht! Je— der Menſch hat etwas auf dem Herzen, das er nicht der ganzen Welt erzählen möchte; ſelbſt Deine ſtille, reine Seele wird ihr Geheimniß bergen! Ich werde für Dei⸗ nen Oheim thun, was ich kann; er iſt ja mein Diener! Geh noch einmal zur Kapelle hinauf, bitte den Prete von mir, daß er mich beſuche. Du wirſt es ihm ſchon dringend machen, damit wir keine Zeit verlieren.“
Maddalena, neu belebt durch die Zuſage, eilte hin⸗ weg und die Gräfin ſaß eine lange Weile in ſich gekehrt. Sie wußte, daß ſie ſich auf die Treue dieſes finſtern und ſtummen Mannes verlaſſen konnte, ihr Vater bürgte für ihn! Aber er war doch immerhin in Manches eingeweiht, und wenn er jetzt, angeklagt um andere Dinge, welche


