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verfolgt war, kannte ihn denn jeder Carabiniero, welcher des Weges geritten kam? Weshalb blieb er nicht ruhig, wie ein unbeſcholtener Mann, der nichts zu fürchten hat, an der Oſteria ſitzen, als die Zwei geritten kamen? Sein plötzliches Aufſpringen und Entfliehen mußte ihn ja ſogleich verrathen, und wenn er auch das nahe ſchützende Gebüſch erreicht hätte, wäre er nicht fortan erſt recht gehetzt wor⸗ den, wie ein Thier des Waldes? Maddalena hatte wohl auch etwas Aehnliches gedacht; ſie konnte nur annehmen, daß ihr Oheim beim Anblick der Reiter den Kopf verloren habe. Mas' Antonio hatte aber gu⸗ ten Grund gehabt, ihre Nähe nicht abzuwarten; wenn auch nicht jedem Carabiniero des Polizeiminiſters, einem von den beiden, welche hier angeritten kamen, war er nur zu wohl bekannt, denn er hatte einſt mit ihm unter dem Trenta Capilli gedient! Der ehemalige Waffen⸗ bruder war jetzt ein Fanghund geworden.
„Verzweifle nicht!“ ſagte Virginia theilnehmend auf den ſchmerzlichen Ausruf Maddalena's.„Ich werde thun, was ich kann. Sage mir nur— Du haſt es mir verſprochen!— was Du mit Deinem Oheim zu reden hatteſt, als Du nach der Stadt kamſt. Er iſt gleich dar⸗ auf entflohen, Deine Rachricht muß ihn dazu beſtimmt haben. Wenn ich Alles weiß, kann ich um ſo beſſer für ihn handeln. Schenke mir alſo Dein Vertrauen, Maddalena.“


