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beſonderer Anlaß ihn zu ſeiner heimlichen Entfernung beſtimmt haben. Maddalena wußte darum! Sie war nach ihrer eigenen Angabe plötzlich in die Stadt gekom⸗ men, um mit ihrem Oheim zu reden; ſie hatte den Prieſter, als dieſer den Boten abfertigen gewollt, den ſich die Gräfin mit Nachrichten über das Befinden ihres erkrankten Lieblings beſtellt hatte, ausdrücklich gebeten, ihr dieſe Botſchaft anzuvertrauen. Nur ſie, hatte Mad⸗ dalena damals geſagt, konnte dem Oheim das mittheilen, was ſie für ihn wußte, und ſie hatte es auch ihrer Herrin erzählen wollen, wenn ſie nur erſt den Oheim geſprochen hätte. Zu einer Erklärung war es aber nachher nicht gekommen, weil Virginia verſchmäht hatte, nach fremden Geheimniſſen, die ihr nicht freiwillig vertraut würden, zu fragen. Nun aber ſchien ſich wirklich das Schickſal des Verſchwundenen in trauriger Weiſe erfüllt zu haben, denn Maddalena war gegangen, ſich für ihn eine Seelen⸗ meſſe zu erbitten. Gewiß erklärte ſie Alles bei ihrer Rückkehr.
Maddalena blieb nicht lange aus. Als ſie die An⸗ kunft der Gräfin hörte, eilte ſie ſogleich zu ihr und küßte ihr mit Thränen die Hand. Virginia ſah, daß ſie tief betrübt war. Sie legte ihr die Hand auf die Schulter und bat ſie, ihr zu ſagen, was ſie bekümmere und ob ihr vielleicht zu helfen ſei.


