Teil eines Werkes 
1. Bd. (1865)
Entstehung
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aus der balſamiſchen Luft, welche nach dem erquickenden Regen das ganze Thal durchwehte, in das Haus zu ge hen.Wo iſt Maddalena? fragte ſie, da ſich das Mäd⸗ chen, welches ſie längſt vermißt hatte, ſo gar nicht zeigte.

Zum Herrn Prete iſt die Lenetta gegangen, ant⸗ wortete für die Mutter, an welche die Frage gerichtet war, mit heller Stimme das Kind, das neben Frau Gianna ſtand, ſich an deren Rock hielt und mit glänzen⸗ den Augen zu der Gräfin emporſchaute.

Du weißt das genau, kleine Giuditta! ſagte Vir⸗ ginia, indem ſie ſich freundlich zu dem Kinde hernieder⸗ beugte und ihm die roſigen Wangen ſtreichelte.Und was macht die Lenetta bei dem Herrn Prete?

Er ſoll für ſie beten, antwortete die Kleine.

Virginia warf einen ſchnellen Blick, plötzlich ernſt geworden, auf die Mutter.Was heißt das, Gianna? fragte ſie in dem tiefen Tone, der bei ihr ſtets auf eine ungewohnte Gemüthsbewegung ſchließen ließ.

Sie will den hochwürdigen Herrn bitten, eine Seelenmeſſe für einen ihrer Verwandten zu leſen, er⸗ klärte die Frau.

Hat ſie kürzlich Nachrichten bekommen von außer⸗ halb? fragte die Gräfin.

Gianna wußte das nicht; die Procidanerin hatte ihr nur dieſen Grund angegeben, als ſie um Erlaubniß