Teil eines Werkes 
1. Bd. (1865)
Entstehung
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grauenhafte Erinnerung geknüpft hat, lag eine heitere Villa in aller Pracht ſüdlicher Vegetation, wohl gepflegt und unterhalten, was dort nicht überall der Fall iſt, mit einem geſchmackvollen Wohnhauſe, das vom Meere aus dem Auge einen wohlthuenden Anblick bot. Beneidens⸗ werth der Beſitzer, welcher hier ſeine Tage in Glück und Frieden verleben konnte! Auch der junge Rheinländer, welcher jetzt ſeiner Tante an der Landungstreppe die Hand reichte, um ihr aus der Gondel zu helfen, hatte ein ſolches Gefühl, und wenn er ihm Worte gegeben hätte, wäre es wohl eine Antwort auf ihre Frage geweſen, welche durch den Unfall mit dem Ruder abgeſchnitten worden war. Wohl hätte er ſagen können, welcher Grund den Beſitzer dieſer Villa daheim zu feſſeln ver⸗ mocht hätte, aber freilich auf Koſten ſeiner Ehre und Soldatentreue! Daheim! Hatte ſein Oheim aber nicht eine erſte, eine nie zu vergeſſende Heimat, und war es nicht vielleicht auch ein Beweggrund geweſen, dieſe ein⸗ mal wiederzuſehen, daß er ſeinen König begleitet hatte, als dieſen der Wille des Kaiſers zum erneuten Kriege nach Deutſchland rief? Das Glück, das er in Italien gefun⸗ den, blieb ihm ja unverlierbar für das Leben, und welch ein Wiederſehen dann, wenn er mit Ehren geſchmückt, im Lorbeer des Sieges als Genugthuung für die bei⸗ ſpielloſe Kataſtrophe des letzten Winters zurückkehrte!