Teil eines Werkes 
1. Bd. (1865)
Entstehung
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noſſen ebenfalls entrüſtet war, hätte ihm am liebſten

mit ſeinem Ruder eine Lection in der Handhabung deſ⸗

ſelben gegeben, aber er mußte ſich mit einem zornigen Blicke begnügen und brachte das ſtark ſchwankende Fahr⸗ zeug mit Kraft und Gewandtheit wieder zur Ruhe. Sie waren zum Glück bald an Ort und Stelle.

Am Ufer lag ein vielbeſuchtes Wirthshaus, deſſen Weinlauben und Sitzplätze von Menſchen wimmelten. Caſtagnetten und Tambourin ließen ſich hören, und ein jun⸗ ges Pärchen tanzte zum Ergötzen der Zuſchauer in leiden⸗ ſchaftlichſter Weiſe die Tarantella, den Volkstanz der niedern Klaſſen; aber zahlreiche Gruppen, welche dicht am Ufer plaudernd und ſchmauſend umherlagen, hat ten doch den Unfall bemerkt, welcher dem Gondolier in Livree paſſirt war, und ein Burſche, der wenig mehr zum Durchnäſſen auf dem Leibe trug, als das auf der Bruſt offene Hemd und ein Paar Schifferhoſen, von der rothen Schärpe gehalten, ſprang, ohne ſich zu beſin nen, in die Flut, um das ſchwimmende Ruder aufzu⸗ fiſchen und ſich ein paar Grani zu verdienen. Die Gon⸗ del näherte ſich hinter der Ruine, welche beim Volke das Schloß der Königin Johanna heißt, ſchon dem Lande; der Schwimmer mußte ſie alſo erreichen.

In geringer Entfernung von den unheimlichen, vor Alter geſchwärzten Trümmern, an welche die Sage manche