Teil eines Werkes 
1. Bd. (1865)
Entstehung
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dro, wenn Sie an Ihres Onkels Stelle geweſen wären? entgegnete ſie mit aufleuchtenden Augen und einem An⸗ fluge von Ernſt.

Dieſe Vorausſetzung, der Gedanke, den ſie in ſeiner Seele, die Sturmflut, die ſie in ſeinem Herzen erweckte, machten ihn einen Moment verſtummen; er mußte die Augen ſenken, die ihn zu verrathen drohten, und eine heiße Glut ſtieg plötzlich in ſeine Wangen.

Sehen Sie, Aleſſandro, Sie ſchweigen, Sie er⸗ röthen ſelbſt vor der Idee, um einer Frau willen der Stimme der Ehre nicht zu folgen! ſagte ſie.Wenn der König, dem Ihr Onkel, wie Sie mit Recht ſagen, aus Anhänglichkeit hierher gefolgt iſt, wieder den Degen für den Kaiſer zieht, ſollte mein Gemahl ſich entſchuldi⸗ gen? Und womit?

Er wollte antworten, als der vorderſte Gondolier, welchen die Schiffer für jenen Mas' Antonio gehalten, plötzlich, wie von einer Schlange geſtochen, zuſammen⸗ zuckte und das Ruder ins Meer fallen ließ. Da er ſich raſch bückte, um es noch zu erhaſchen, kam die Gondel in eine ſchwankende Bewegung, welche der Dame einen leichten Schrei des Erſchreckens entlockte. Ihr Neffe fuhr den Gondolier heftig an und beruhigte ſeine Tante; ihr Geſpräch war jedoch unterbrochen. Der zweite Gondolier, welcher über die Ungeſchicklichkeit ſeines Ge⸗