Teil eines Werkes 
1. Bd. (1865)
Entstehung
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wäre ich eine geborene Deutſche, vom Eispol gebürtig, wie Sie!

Der junge Mann lauſchte ihren Worten mit Ent⸗ zücken; der Klang ihrer Stimme war etwas tief, wie es bei Italienerinnen oft der Fall iſt, aber den Weg zum Herzen verfehlte er nie, mochte ſie im Scherz, wie jetzt, oder, was ſeltener geſchah, tiefgefühlt ſprechen. Was ihm jedoch für den Lauſcher einen beſondern Zauber verlieh, war der eigenthümliche Tonfall, welchen er bei der fremden Sprache annahm, die ſie gegen ihn ſtets gebrauchte, obſchon er Italieniſch wenigſtens verſtand, wenn er es auch nicht geläufig ſprechen konnte. Seine Augen ruhten auf ihr und begegneten dem freien Aufblick der ihrigen, der ihm das Blut in die Wangen trieb.

Vom Eispol ſagen Sie? wiederholte er.Ich wünſchte, Sie könnten unſer ſchönes Rheinland einmal ſehen, das Ihr Gemahl nur aus Anhänglichkeit für ſei⸗ nen Fürſten verlaſſen hat. Vielleicht kehrt er doch einſt mit Ihnen dahin zurück.

Großen Dank, mein Herr Neffe! unterbrach ſie ihn.Ich hoffe vielmehr, daß ihn ſein Glück hier auf immer gefeſſelt hat! Sie ſagte das mit einem Tone der Jronie, welcher dem Jüngling verloren ging.

Und doch kann er dies Glück verlaſſen! ſagte er. Würden Sie daheim geblieben ſein, Don Aleſſan⸗