Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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burg gerathen hatte. Wenn der ehrliche Hans von Fehde, von dem er es erkauft, gewußt hätte, wer einſt an des Käufers Seite dort hauſen ſollte! Er hatte ſich zwar in ſein Loos gefunden, hatte ſtolz ſeinem Vetter Volentin auch die Rückerſtattung ſeiner Koſten für den Goldkamm, die ihm der alte Herr ohne Adelheid's Vor⸗ wiſſen geboten, als ſeiner Ehre zuwider abgelehnt, aber die Nachricht, welche ihm jetzt bald werden mußte, war ſeiner Ruhe doch gefährlich. Einſtweilen bewirthſchaftete er noch unverdroſſen ſein Erbgut, deſſen Schuldenlaſt durch den vortheilhaften Verkauf des würzburgiſchen Lehns etwas erleichtert worden. Wenn aber jene Nach⸗ richt erſt zu ihm kam, ſollte es ihm doch ſchwer fallen, ſich in das Unvermeidliche zu finden.

Katharina von Schwarzburg hatte Günther längſt erwartet. Endlich war ihr ſein Vertrauen in einem langen Briefe erſchloſſen worden; ſie hatte ihm Gewiß⸗ heit geben ſollen, ob er auch kommen dürfe. Brauchte ſie lange Zeit, um dieſe Gewißheit zu begründen? Sie wußte ja ſchon, daß Adelheid's Herz ihm ſeit Jahren gehörte, daß die Kunde ſeiner Vergangenheit im Kloſter und ſein Vorſatz, in daſſelbe einſt zurückzukehren, ihre Jugend getrübt hatte, und daß die Liebe, die ſie nie⸗ mals in ihrem Herzen zu bezwingen vermocht, wie ein Bann zwiſchen ſie und die heilige Freiſtatt getreten