Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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nicht widerſtanden, zu unterſuchen, was darin enthalten ſei; damit aber Andere nicht derſelben Verſuchung er⸗ liegen ſollten, hatte ſie eine Beſichtigung wenigſtens erſchwert. Katharina war verwundert geweſen über die Gabe, die Erklärung der alten Frau hatte ſie aber mit lebhaftem Antheil vernommen, und ihr das Pfand zurückgebend, hatte ſie ihr geheißen, ein paar Stun⸗ den zu warten, da ſich ihr Vetter zu heute bei ihr habe anmelden laſſen; ſie könne das Täſchchen ihm alſo ſelbſt überreichen.

Günther kam wirklich. Die Zeit der Prüfung, die er ſich auferlegt hatte, war vorüber, er hatte ſie ernſt und redlich beſtanden; aus den Schlacken war gediegenes Gold hervorgegangen, ſchöner und reiner ſein Glaube aus dem Streben nach geläuterter Erkenntniß. Die fanatiſche Hoffnung auf einen unmöglich gewordenen Umſchwung hatte er aufgegeben, damit aber auch das Lebensziel, das er ſich einſt in dieſem Wahne geſetzt hatte; manche Unterredung mit erleuchteten Männern ſeiner Kirche, ja der entſchiedene Ausſpruch eines hoch geſtellten Kirchenfürſten hatten ihn darin beſtärkt. Ein anderer feſter Halt für ſein Leben ſchwebte ihm vor; er hatte im ſchönen Frankenlande, der alten Heimat nicht fern, bereits ein eigenes Beſitzthum erworben,

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daſſelbe, zu welchem ihm einſt der Biſchof von Würz