Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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auch Schwarzröcke, ohne die ſie nicht leben kann. Einer ſah grad aus wie der aus Saalfeld. Sie weiß doch? Er blinzelte dabei die alte Frau verſchmitzt an, die richtete ſich aber, wie ihre Art bei beſonderem Anlaß war, groß auf und er konnte ihren Blick nicht ertra⸗ gen.Du möchteſt ihn wohl gern ausſpüren und ver⸗ rathen! ſagte ſie.Fünftauſend Gulden wär' ein ſchöner Profit! Aber hüte Dich, Matz, Sie ſchlagen Dich todt,

die Saalfelder!

Ach, ach, Mutter Anne! Was denkt Sie! ſtotterte er.Ich, ein guter Lutheraner! Sie drohte ihm aber mit ihrem langen dürren Finger und ließ ihn ſtehen. Ihm war nicht ganz wohl zu Muthe; die Vergeltung, die ſie ihm angekündigt hatte, wenn er den Preis ſich verdiente, beunruhigte ihn doch, aber wer konnte ihn einſt des Verraths überführen? Die Summe wurde ja doch nicht hier ausgezahlt und er durfte ja nur im Auslande bleiben, wohin kein Saalfelder kam; der Kaiſer mußte ihn ſchützen.

Sie hat ihn doch, die Frau Gräfin! dachte er, als er unſchlüſſig vor dem Thore ſtand.Zu wem ſollte er ſich ſonſt geflüchtet haben? Ihren lieben Predigern hilft ſie ja überall, und wenn ſie's gewagt hat, dem Alba zu trotzen, ſo wird ſie ſich vor dem Kaiſer auch

nicht fürchten, von dem noch weniger Gefahr iſt. Auf