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ſuchte, da derſelbe bei der Gräfin in hohen Gnaden ſtand. Es waren aber gerade Gäſte auf der Heidecks⸗ burg, ihre Brüder, die Grafen von Henneberg, und andere, und ſo ließ ſich kaum annehmen, daß der Geächtete auch dort ſei, wo die Gefahr der Entdeckung ſo nahe lag und Frau Katharina ſelbſt das Schlimmſte dabei fürchten mußte, da Alba, der beim Kaiſer Alles galt, gewiß nur auf eine Gelegenheit lauerte, ſich an der kühnen Frau zu rächen. Kandel ſpürte hier und da, klopfte auch wohl beim Geſinde auf den Buſch, fand aber nicht die geringſte Spur. Er war zaghaft hinauf gekommen, die Gräfin ſchien aber ſeine freche Lüge vom vorigen Male vergeſſen zu haben, war es ja doch nicht ſeine erſte bei ihr geweſen. Sie erlaubte ihm ſeine Waaren vor ihren Gäſten auszulegen und er konnte mit ſeinem Geſchäft zufrieden ſein. Ausſicht zu dem Fange, nach welchem er immer fieberhafter ver⸗ langte, fand er aber hier nicht, daher ging er bald e wieder fort.
n Unten begegnete er ſeiner alten Muhme aus Horba, n die zum Schloſſe hinaufſteigen wollte.„Kannſt Du doch nicht ſtill ſiten?“ rief ſie ihn an.„Der Handel geht n Dir wohl über Alles?“
5„Man muß keinen Profit von der Hand weiſen,
Muhme Anne!“ erwiderte er.„Viel Gäſte ſind oben,


