Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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der Dinge ſah, verließ er Augsburg und ſuchte ſeine eigene Zukunft feſter zu geſtalten, da er für die Zu⸗ kunft ſeiner höhern Intereſſen keine Befeſtigung in ſeinem Sinne mehr hoffte.

Der Herbſt und Winter vergingen. Die Unterhand⸗ lungen mit dem Papſte hatten immer noch keinen Er⸗ folg gehabt, da wurde dem deutſchen Volke jene interi⸗ miſtiſche Religionsordnung bekannt, welche eingeführt werden ſollte, bis eine vollkommene Einigung der bei⸗ den Religionsparteien erreicht ſei. Drei Männern ſeiner Wahl hatte der Kaiſer den Entwurf dazu über⸗ tragen: dem Biſchofe von Naumburg, Julius von Pflug, dem Weihbiſchofe von Mainz, Michael Heldung, und dem brandenburgiſchen Hofprediger Agricola, welcher bei den ſtrengen Proteſtanten bereits für halb abtrünnig galt. Von allen Seiten wurde dies Interim ange⸗ griffen; auch die Katholiken waren nicht damit zufrie⸗ den, obgleich faſt alle ſtreitigen Glaubensſätze darin zu ihren Gunſten abgefaßt waren; ſie wollten aber ſelbſt dieſe geringen Zugeſtändniſſe nicht. Wie das Volk darüber urtheilte, bewies der ſchnell von Mund zu Mund getragene Reim:Hütet euch vor dem Interim, es hat den Schalk hinter ihm. Die Prediger auf den Kanzeln eiferten dagegen, am ſchärfſten der Superin⸗ tendent von Saalfeld, Kaspar Aquila, deſſen Worte,