Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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Euch kann man in dieſer Zeit als Lehnsleute brau⸗ chen! Sobald ich ein Lehn offen habe, werde ich an Euch denken. Ihr könnt einſtweilen im Centamt Mayn⸗ berg ein Gut kaufen, ich ſtrecke Euch das Geld vor. Es gehört einem Henneberger von Adel. Das ganze Amt iſt ſonſt hennebergiſch geweſen.

Günther fragte näher; er wußte, daß Hans von Fehde, ſein Bekannter aus dem Kriege, der ihn noch in anderer Beziehung anging, im Hochſtift Würzburg ein Gut beſaß, welches er wegen angeblicher Religions⸗ bedrückung verkaufen wollte. Günther glaubte auch das Amt Maynberg von ihm gehört zu haben und täuſchte ſich nicht. Der Biſchof nannte wirklich den Junker von Fehde und äußerte, daß er ihn als proteſtantiſchen Unterthan gern los ſein wolle. Günther behielt ſich vor, mit Fehde, den er perſönlich kenne, bei ſeiner Rückkehr von Augsburg in Unterhandlung zu treten; ihm ſchien es mehr als bloßer Zufall zu ſein, daß ihm hier Gelegenheit geboten wurde, ſeinen Wunſch nach einer feſten eigenen Heimat erfüllen zu können.

Gen Augsburg ging nun ſeine Reiſe. Er hatte in Bamberg gehört, daß der Kaiſer von da nach dem aus dem Mühlberger Lager berufenen, aber erfolglos ge⸗ ſchloſſenen Reichstage von Ulm die Stände zum erſten September nach Augsburg beſchieden habe. Auch hier