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wie heute durch Katharina's Mittheilungen über Gos⸗ mar's Geſtändniſſe geweckt worden waren, mußte er dann auf eine ſpätere Gelegenheit verſchieben, die ſich auch während eines noch ſo kurzen Aufenthalts zu ganz vertrautem Ausſprechen finden konnte. Mit dieſen Ge⸗ danken betrat er den Hain, und das Herz wallte ihm auf, als er nach kurzer Wanderung ein Frauengewand durch das Gebüſch zu erkennen glaubte. Ueberraſchen wollte er Adelheid nicht; ſie wußte durch die Mädchen, welche ihn im Vorzimmer geſehen hatten, um ſein Hierſein; er ſchritt alſo unbeſorgt in pfadloſer Rich⸗ tung durch das dichte Laubholz, um ihr zu begegnen. Da ſtand ſie vor ihm— ganz allein! In dieſem Moment achtete er nicht darauf, ob die Mädchen bei ihr waren, er wurde nur durch Adelheid's Anblick be⸗ troffen. Wie fand er ſie verändert! Schöner, verklärt wie eine Heilige, aber ſo bleich, ſo leidensvoll ihre Züge! Plötzlich überflutete eine liebliche Roſenglut ihr ganzes Antlitz bis über die hohe Stirn hinauf— ſie hatte ihn erkannt. Er nahte ihr und reichte ihr die Hand, welche ſie, wenn auch etwas zögernd, nahm, ihr dunkles Auge vermied das ſeinige nicht; in dieſem Blicke ſtrahlte die ſchwärmeriſche Glut wieder, welche einſt in der gleichen Begeiſterung für ihren Glauben ſie vereinigt hatte. Aber ſchon ſtrömte die raſche Flut,


