Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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wenigſtens in dem Lande nicht, wo er geboren war. Abſchied hatte er im Geiſte überall genommen, wo er jetzt ſich gezeigt hatte; den letzten Abſchied, den ſchwerſten, wollte er heute nehmen.

So ſchön und herrlich war das Thal ſeiner heimi— ſchen Saale, ſo entzückend der Blick über das Land und den Wald, von dem er zum ewigen Andenken den Namen als ſeinen eigenen mit in die Ferne nehmen wollte! Er ſtieg vom Pferde und übergab es ſeinem Diener; unangemeldet, womöglich unbemerkt wollte er die Stätte wieder betreten, welche ihm einſt ſo ver⸗ hängnißvoll geworden war; heute konnte er es mit ge— läuterten Gefühlen. Dennoch ſchlug ihm das Herz immer mächtiger und eine räthſelhafte Scheu vor neuer und ſtrenger Selbſtprüfung bemächtigte ſich ſeiner. Am Schloßthore wurde er nun doch bemerkt und mußte ſich anmelden laſſen. Als er dann mit dem Edelknaben, der ihn führte, die Thür des Empfangzimmers er⸗ reichte, trat ihm, daſſelbe eben verlaſſend, ein holdes Mädchenpaar entgegen, das, ſeine Verneigung mit freund⸗ lichem Blick erwidernd, an ihm vorübereilte. Es waren die Töchter Katharina's. Sie hätten ihn wiedererkannt, auch ohne daß ſie ſeine Ankunft gewußt, den Schläfer im Haine, den ſie einſt belauſcht hatten, als er im ſüßen Schlummer von ſeiner Mutter geträumt. Wie