Neuntes Kapitel. Glück und Frieden.
Die Zukunft! Jeder Tag belehrt uns, wie thöricht es iſt, weit in die Zukunft greifende Pläne zu faſſen; es kommt doch Alles anders, als der klügſte Geiſt denkt, ein Augenblick geſtaltet oft ein ganzes Menſchen⸗ ſchickſal um. Günther vom Walde hatte wohl auch ſeiner Zukunft ein feſtes Ziel zu ſetzen vermeint, als er einſt aus Paulinzelle gezogen; noch jüngſt war es ihm Ernſt damit geweſen, als er vor dem Kaiſer zu Saalfeld ſein Knie gebeugt hatte, aber jetzt war dies Ziel ihm verdunkelt und nur in unbeſtimmten Umriſ⸗ ſen ſchwebten ihm andere Ziele vor, die er künftig ver⸗ folgen könne. Eins nur ſtand ihm noch feſt, daß er in ſeiner thüringiſchen Heimat nicht bleiben könne,


