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verwundet in Saalfeld lag, wie Günther erzählt, hatte auf die beiden alten Leute einen ſehr verſchiedenen Eindruck gemacht. Valentin war damit nicht unzufrie den geweſen und hatte das Mitleid ſeiner Frau nicht begriffen. Vom Ehrenſtein herniederreitend war Gün⸗ ther unſchlüſſig geworden, ob er jetzt nicht doch zuerſt nach Rudolſtadt, wohin es ihn immer ſtärker zog, reiten ſolle, aber er hatte dieſen Gedanken als eine Schwäche verworfen und ſich, wie vorher beſchloſſen, nach Arnſtadt gewendet und von dort, da er den Gra— fen nicht mehr getroffen, nach Sondershauſen. Auch hier war er freundlich empfangen worden, beſonders von der Gräfin Eliſabeth, die ihn trotz ſeiner Zurück— haltung als lieben Verwandten behandelte und den ihm durch kaiſerliches Diplom verbrieften Namen Günther vom Walde gar nicht für den, der ihm recht mäßig zukam, gelten laſſen wollte. Die Mittheilungen ihres Sohnes aus dem Feldlager hatten ſie längſt für den Vetter eingenommen und ihr herzgewinnendes mütterliches Weſen feſſelte Günther, dem ſolches un endlich wohl that, länger in Sondershauſen, als er gewollt hatte. Nach ſeiner Abreiſe war die gütige Fürſtin nur damit unzufrieden, daß er über ſeine Pläne für die Zukunft ein tiefes Schweigen beob achtet hatte.


