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Täſchlein loszuwerden ſuchen, denn ſie war alt und konnte ſterben, dann konnte es in andere Hände fallen und Günther es vielleicht gar nicht bekommen. Am beſten war es ſchon, wenn ſie es der Gräfin von Ru⸗ dolſtadt übergab, die wußte ihn gewiß zu finden. Günther hatte, wie er ſich vorgenommen, den Ehren⸗
ſtein beſucht, wo er, als er ſich zu erkennen gegeben, die freundlichſte Anfnahme gefunden hatte. Was ihn dahin geführt, der Wunſch, Adelheid Rettleben wieder⸗ zuſehen und zu ſprechen, war zwar nicht erfüllt wor⸗ den, er hatte aber gehört, wo ſie jetzt weile, und von Frau Margarethe, die ihn in der Erinnerung alter Zeiten beſonders liebreich behandelte, auch Manches über die Verfolgung vernommen, welcher Adelheid aus⸗ geſetzt war; er ſelbſt hatte ſie danach fragen wollen, da ihm Hans von Fehde ſo viel davon erzählt hatte. Es war der Grund ſeines Beſuchs, wie er offen er⸗ klärte. Der alte Valentin, trotz ſeines lahmen Beins voll unverwüſtlicher Heiterkeit, hatte ihm darauf den Vers geſungen:
Gut Gſell, du ſollt mich recht verſtahn,
Und wie du mich wilt, ſo ſollt du mich han
In einem Roſengarten.
Doch war er von ſeiner Frau mit einem ſanften
Vorwurf unterbrochen worden. Daß Gosmar tödtlich


