Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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Als ſchon die Lagerfeuer brannten, wurde Günther vom Walde noch zum Oberfeldherrn beſchieden. Herzog Alba empfing ihn mit einem wohlwollendern Blick, als ſelbſt die höchſtgeſtellten Führer im Heere von ihm ſich rühmen konnten; nächſt der Anerkennung, welche der verſtorbene Hildebrand von Madruzzi ſeinem beſten Hauptmann gezollt, mochte auch dazu beitragen, daß Hildebrand, der Bruder des Tridentiner Biſchofs, be⸗ ſonders den Eifer des thüringiſchen Hauptmanns für den katholiſchen Glauben hervorgehoben hatte; ein inhaltreiches Geſpräch, das er einſt mit ihm über Glau⸗ bensangelegenheiten geführt, hatte den Oberſten davon überzeugt. Es war viel werth, wenn es in den Lan⸗ den, welche ganz und gar von der römiſchen Kirche abgefallen waren, doch noch einzelne treue Männer gab, die einſt, wenn die Rückflut kam, mächtig wirken konnten. Das war aber nicht der Gegenſtand, über welchen Herzog Alba noch am ſpäten Abend mit ihm ſprechen wollte, ſondern er hatte ihn auserſehen, in der zu erwartenden Schlacht, für welche er den An⸗ griffsplan ſchon entworfen hatte, den Befehl über die ſämmtlichen Schützen der deutſchen Regimenter zu füh⸗ ren, und wollte ihm im voraus ſeine Inſtruction ge⸗ ben, damit ſich der Deutſche für ſeinen wichtigen Auftrag gehörig vorbereite. Deutſche bedurften nach der Mei⸗

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